Nebeltage

Nach einem wunderschönen Frühling, einem wunderschönen Sommer und einem wunderschönen Herbst – ja, das habe ich noch nie erlebt, in meinem ganzen Leben noch nicht – bescherte uns das Wetter vorletzte Woche dicksten Nebel. Für etwa zehn Tage sassen wir buchstäblich in der Suppe. Der Blick auf die benachbarten Häuser war verschwommen, die Strassen waren nass, es tropfte von den Bäumen. Der Nebel waberte in unsere Scheune hinein und sammelte sich zu regelrechten Pfützen. Auch als echter Fan von Oberheimen musste ich zugeben, dass es tatsächlich nicht mehr sehr schön war, hier zu wohnen.

Und doch, wir hatten unsere Glücksmomente. Erstens einmal war es einfach unbeschreiblich ruhig hier oben. Der Nebel mummte nicht nur Menschen und Bauten in eine dicke graue Watteschicht, sondern verschluckte auch jedes Geräusch. Als wir uns dann eines Abends aufmachten, diese Stille auf einem Spaziergang ganz bewusst zu geniessen, kamen wir zudem in den Genuss eines unglaublichen Schauspiels. Der Nebel lag anfangs so dicht und bodennah, dass man gerade mal Baumspitzen und ein paar Hügel ausmachen konnte. Wir vergleichen die Landschaft dann jeweils mit den Landschaften in Herr der Ringe: unberührt, geheimnisvoll, mystisch. Dann jedoch zog sich der Nebel in die Ebene von Lenggenwil, Zuckenriet und Zuzwil zurück und nach und nach tauchten zuerst das Hotel Nollen, die Häuser in Hosenruck und schliesslich auch Oberheimen aus den Nebelschwaden auf.

Ein bisschen geben diese Fotos das spektakuläre Naturerlebnis wieder.
Jetzt ist hier gerade die Sonne aufgegangen. Der Nebel reicht bis in die Leutenegg.

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