Johann Künzle – Wider das Jäten – Why Weeding?

Babajezas Wundertüte

JohannKünzle

Dazu kommt mir eine Geschichte in den Sinn. Als wir unser Haus kauften, war es noch voll mit den Sachen der Vorbesitzer. Wir hatten angeboten, die Räumung selber zu machen. Uiuiuiui!🙂 Im Einbaubüffet in der Stube fand ich in einer Ecke das Kräuterbuch von Pfarrer Künzle, eine alte Ausgabe. Es hatte aber leider angeknabberte Seiten und war voller Mäusedreck, so dass ich dachte, es sei nicht mehr zu retten und es entsorgte.

Etwas später bei einem Besuch im Altersheim meinte die Besitzerin, ihr Mann vermisse das Buch von Johann Künzle. Er würde gerne darin lesen. Ich brachte es nicht übers Herz zu sagen, dass ich es wegwerfen musste, suchte im Internet ein antiquarisches Exemplar und brachte es vorbei. Es hatte die gleichen Bildtafeln, war aber ein neueres Exemplar.

Die beiden sind bald darauf gestorben. Ich denke oft an sie, weil hier in Haus, Scheune, Schopf und Garten ihre Spuren…

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Oberheimen und das Weltall

Als Erdenbürgerin bin ich mehr als glücklich, in Obeheimen zu wohnen, wo die Welt ein bisschen langsamer dreht. Was natürlich ein Bild ist, denn die Erde dreht nach ihren eigenen Gesetzen, bei denen die Oberheimer nichts mitzumischeln haben.

Die Erde dreht sich, und um sie drehen sich viele andere Dinge, fliegen über uns hinweg. Nein, nicht die Sterne, soviel verstehe ich vom Weltall. Der Mond zum Beispiel. Oder Flugzeuge. Gestern zum Beispiel ein Airbus auf dem Weg nach Dubai.

Warum ich das weiss? Tja, mein Mann hat so einige lustige Apps auf dem i-Phone. Eines weiss von jedem Flugzeug am Himmel, für uns noch nicht einmal sichtbar, woher es kommt, wohin es geht, wie hoch es fliegt, welcher Gesellschaft es gehört und natürlich der Typ, eben ein Airbus. Obwohl, das wusste Nachbar Franz sowieso, weil es so laut war und auch so tief flog.

Ein anderes App weiss, was sonst am Himmel sternemässig los ist. Es weiss auch, wieviele Sateliten herumschwirren, kündet im Voraus an, wo am Himmel es in den nächsten Minuten hell aufblitzt, weil die Verschalung des Sateliten das Sonnenlicht reflektiert. Iridium Flare heisst das dann. Mein Mann erklärt euch gerne die technischen Fakten zu seiner Sateliten jagd.

ISS_2

Bidlquelle

Aber das Coolste, was regelmässig über Oberheimen rundet, ist die ISS. Ein heller Punkt taucht wie angekündigt auf, fährt ein Stück über den Nachthimmel und verschwindet im Erdschatten wieder. Tatsächlich sieht die International Space Station aus wie das Raumschiff, das im Kino rechts an mir vorbeigeschwebt ist, als ich den sagenhaften Film „The Martian“in 3D gesehen habe.

Ich winke den Astronauten in der ISS zu. Ich in Oberheimen im Weltall. Wow.

 

 

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Mut zur Provinzialität – Welcome to Switzerland

Nach einer dreiwöchigen, sehr erholsamen und vielseitigen Ferienreise durch Kanada hat mich die Schweiz wieder. Direkt aus der kanadischen Metropole Toronto – der Stadt, in der ich vor über 20 Jahren mal gewohnt habe – lande ich in Zürich, das auch gerne eine Weltstadt wäre.

Kulturschock: Von der kanadischen Metropole…

Kulturschock: Von der kanadischen Metropole…

Doch nicht Weltstadt-Atmosphäre begrüsst mich in der kurzen Bahnfahrt vom Dock E zum Flughafen-Hauptgebäude, sondern – passend zum Wahlsonntag – Mut zur Provinzialität.
Das anfängliche Vogelgezwitscher aus dem Bahnwagen-Lautsprecher fand ich, trotz Irritation durch dir herbstliche Kälte draussen, noch angenehm, doch mir als dann nach dem Jodel auch noch die „Muh“-Rufe einer Kuh durch in die Ohren schallen war mir wieder klar: Dieses Land schaut nicht nach vorne, sondern ist rückwärtsorientiert.

Nach einem langen, schlaflosen Flug ist man etwas gereizter als sonst. So ärgerte ich mich darüber, dass die ankommenden Fluggäste vor der Passkontrolle nicht, wie ich es mir von Kanada gewohnt war – durch eine einzelne Schlange gelotst werden, sondern es wird vor jedem Zollhäuschen eine einzelne Schlange gebildet. Nun ist Anstehdisziplin wahrlich keine Stärke von Schweizern. Doch es war eine Kanadierin, die sich mit ihren beiden Kindern vor dem Zollhäuschen derart scharf vor mich hinstellte, dass sie mir beinahe auf die Füsse stand.

Vor der Zugfahrt mussten wir dann noch unsere eben gestern abgelaufenen Halbtax-Abos verlängern bzw. in einen Swiss Pass umwandeln lassen. Angenehme Überraschung: Vor den vier offenen Schaltern gibt es eine einzelne Kolonne, sodass wenigstens das Anstehen nicht zum Stress würde. Auf Stress aus war dann jedoch der SBB-Schalterangestellte, der nicht die Geduld und Freundlichkeit an den Tag legte, wie ich ihn mir von den meisten seiner Kolleginnen und Kollegen gewohnt bin. Er hatte an meinem bestehenden Passfoto herumzukritteln und wollte, dass ich ein neues mache. Zu umständlich, sagte ich, da unser Zug in einer knappen Viertelstunde fuhr. Löse ich heute eben ein ganzes Billett und meinen Swiss Pass irgendwann später. Dauert wirklich nur eine Minute, sagte Beamte, und schickte mich los zum SBB-Fotografen. Eine halbe Minute brauchte ich bereits bis zu den Schaltern, die allesamt besetzt waren, worauf ich gleich wieder zurückkehrte. Dies schien den wackeren Beamten zu ärgern. Er wurde unwirsch und herablassend. Unwirsch und herablassend kann ich auch gut, vor allem nach einem achtstündigen Flug ohne Schlaf und mit Stalldrang. Der Uniformierte begann mit den Augen zu rollen, während ich darauf achtete, das letzte Wort zu haben. Regula löste derweil geduldig unsere beiden Billette und ihren neuen Swiss Pass.

… direkt ins beschauliche Oberheimen.

… direkt ins beschauliche Oberheimen.

Trotzdem ist es schön, wieder in der Heimat zu sein. Die herbstlichen 6 Grad sind angenehm warm gegen den scharfen, eiskalten Wind, der uns in den letzten beiden Tagen in Toronto begleitet hatte und der – wie ich aus vergangenen Jahren weiss – von nun an die Stadt bis im April heimsuchen wird. Die Holzheizung macht das ausgekühlte Haus schnell wieder warm, und gleich gibts wieder Kaffee. Keinen Drip Coffee, sondern richtigen.

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#TweetupTUTonThur – Samstag, 25. Juli 2015

Hier findets statt:

Adresse: Oberheimen 7, 9515 Hosenruck
(fürs Navi evtl. auch Oberheimen 7, 9514 Wuppenau)

Oder auf Google Maps

Bildschirmfoto 2015-07-22 um 10.43.52

bzw. Street View

Bildschirmfoto 2015-07-22 um 10.37.44

Graues Haus mit roten Fensterläden. Parken wird vielleicht etwas eng; entweder auf dem Hausplatz oder entlang der Strasse auf der Wiese (so, dass der überbreite Traktor mit Ladewagen auch noch durchkommt)

Zeitpunkt: Samstag, 25. Juli, ca. 15 Uhr bis …? (Wir stellen und vor, dass wir dann so ab 18 Uhr das Feuer anwerfen.)

Gesorgt wird von unserer Seite für:

  • Getränke inkl. Bier (auch alkoholfrei)
  • Würste (Spezialwünsche bitte selber mitnehmen)
  • Salat

Platz hat’s draussen genug; auch Tische und Bänke werden aufgestellt. Bei Schlechtwetter können wir in die Scheune ausweichen oder – da ja nicht so viele Anmeldungen eingegangen sind – ins Haus und auf den Balkon.

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Falls jemand übernachten möchte, hat es im Haus Platz für ca. 4 Personen. Oder draussen im Zelt auf der Wiese unbegrenzt.😉 (Zelt dann aber selber mitnehmen!)

Wir freuen uns!🙂

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Da ist was los

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Die Stille des frühen Morgens wurde durch laute Traktoren gestört. Es ist was los im Dorf!

Kiesstrasse

Ich war nicht die einzige, die nachschaute, was sich da lautstark tat. Der Hund, der Bub, der Nachbar selber waren schon vor mir am Ort des Geschehens.

Kiesstrasse_2

Und jetzt ist das Strässchen für die nächsten zwei Wochen gesperrt. Der aufgerüttelte Belag muss sich erst wieder richtig setzen.

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Ländliche Idylle

SchafeweitwegGestern über Mittag fühlte es sich in Oberheimen alpmässig an: Ich sass auf dem Klo, schaute aus dem Fenster und hatte ungefähr diese Aussicht. Ländliche Idylle. Ich freue mich, dass ich den Schäfer, der ein bisschen weiter unten im Grass lag und Pause machte, nicht verpasst habe.

Schafeweitweg2Die Herde gebärtete sich sehr gümpelig. Mal rannte ein Grüppchen auf dem Strässchen, ein anderes den Hang gegen die Bäume hinauf, mal senkten zwei wollige Kerle den Kopf und sprangen sich an. Hund und Schäfer taten unbeteiligt.

 

 

 

 

 

 

SchafenäherDie ganze Herde kam insgesamt langsam auf mich zu.

Schafenah

 

Und bevor sie mich überrannten, drehte ich um und ging wieder nach Hause. Am Abend, sah ich die Herde in der Dunkelheit nochmals: Sie war zwischen Oberheimen und Gabris zur Ruhe gekommen.

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Birnbaum im Dezember

KalenderbaumDezember

Nun hat mein Baumkalender 2014 doch noch einmal ein Schneebild bekommen. Gerne hätte ich euch ein bisschen Sonne gezeigt, aber da war ich leider zu spät dran. Es schneit erneut. Übers Wochenende ist nämlich auch schon viel Schnee gefallen, knietief liegt er auf den Wiesen, so dass ich heute Morgen mit den dicken Stiefeln zu „meinem“ Birnbaum gestapft bin.

Zum Abschluss des Baumjahres hier noch zwei Collagen. Janaur bis Juni und Juli bis Dezember.

Und naürlich könnt ihr auf dem Blog auch die einzelnen Monate besuchen, um das Bild grösser zu sehen und noch die eine oder andere Information dazu zu erhalten. Dazu im Archiv auf Baumkalender tippen.

BaumJanuar-Juni-klein

Juli-Dezember-kleinEs bleibt mir noch, euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen. Schön rutschig ist es ja schon, zumindest hier in Oberheimen.

 

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Baumkalender: Oktober – Calendar Tree in October

Babajezas Wundertüte

BirnbaumOktober2

Der Birnbaum hat schon viele Blätter verloren. – The pear tree has lost many leaves already. 

Dort hinten wohnen wir. – Can you spot our house?

BirnbaumOktober1

Die Krone ist schon ziemlich licht. Ist die tieforte Färbung nicht wunderschön?

I love the red of the leaves in the crown. There are also some red leaves on the ground. 

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Eines Mandalas würdig. Aber das zeige ich euch erst am nächsten Montag.

I managed to lay a mandala although the wind was quite strong. I’ll show you on Monday! 

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Birnbaum im September

Babajezas Wundertüte

KalenderbaumSeptember

Es gibt die Farbe Septemberblau. Wie sieht es aus?

Es gibt auch Septembergelb. Wie sieht es aus?

Es gibt den Birnbaum im September. Hier für einmal am Abend im Gegenlicht.

BirnbaumAugust

Im August: die ersten roten Blätter.

KalenderbaumJuli

Im Juli: Manchmal war es heiss und trocken.

JuniBaum

Im Juni: Früh am Morgen schon bin ich unterwegs.

KalenderbaumMai

Im Mai: Voll das Grün.

BaumkalenderApril

Im April: Bluescht, wenn auch nur wenig.

BaumkalenderMärz

Im März: Brr, es ist kalt am Morgen.

Baumkalender14.2

Im Februar: Im dichten Schneegestöber.

Birnbaum1

Im Januar: Kahle Äste in den Himmel.

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Birnbaum im März

BaumkalenderMärz

Der Frühling kommt nach Oberheimen, auch wenn noch immer die Bise bläst. Heute Morgen waren die Wiesen noch gefroren, als ich los marschierte, um „meinen“ Baum zu fotografieren. Die Sonne war knapp über die Tannen auf dem Gabrisstock geklettert, so dass die Hänge zum Teil im Sonnenschein lagen. Auch der Birnbaum kriegte ein bisschen Wärme ab.

Ich wünsche euch allen einen schönen Frühling!🙂

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