Geocacher, kommt nach Oberheimen

In der Hängematte auf der Ausschau nach sich anschleichenden Cachern.

Seit Antefix am 24. Juni 2011 nach eingehender Prüfung grünes Licht gegeben hat, haben wir in Oberheimen unseren eigenen Geocache, und so kommen immer wieder Besucher zu uns, die von unserem kleinen Weiler noch nie etwas gehört haben. Die einen schleichen in alter Geocacher-Manier so unauffällig zum Versteck, dass sie von niemandem bemerkt werden, weder von Muggles noch von uns. Andere wiederum laufen quer über des Nachbarn Wiese und geradewegs beinahe über dessen Miststock, um bei Nachfrage zu antworten: “Ja, hier ist irgendwo etwas versteckt … äääh, aber … pssst!!!” An schönen Sommertagen habe ich auch schon dem einen oder anderen Cacher von der Hängematte Suchtipps gegeben, und man trifft plötzlich auch Bekannte aus dem Dorf, die auf der Suche nach unserem Cache sind.

Wird ein Cache gefunden bzw. geloggt, was bis heute 47 Mal der Fall war, hinterlassen die Cacher in der Regel auch eine kurze Mitteilung. Hier eine Auswahl:

Habe nicht mehr daran geglaubt das ich noch ein FTF machen kann hatte, bis jetz nur pech, heute habe ich es geschafft kam an und das Logbuch war noch leer habe mich riesig gefreut entlich mal ein FTF. (FTF bedeutet “First to find”.)

Eigentlich wohne ich luftlinienmässig nicht so weit weg.
Aber hier war ich doch tatsächlich noch nie. In der Nähes des Caches fanden wir dann auch einen geeigneten Parkplatz. Von da gings direkt zu Caches, wobei wir uns zuesr tfast nicht trauten über die Wiese zu gehen. Nachdem wir uns vergewisserten, dass die Koords richtig eingegeben wurden, wagten wir uns und wir fanden den Cache von der Migros:-).
Danke fürs Verstecken.
Gruss jös, Belinda & Andrin

Heute in der Mittagspause diesen kleinen gesucht und gut gefunden. Gehört dem Owner die Wiese? Dann hat er Glück gehabt, das ich Kirschen nicht so gern habe, sonst hätte ich sicher ein paar vom Baum genommen. Die Leiter stand ja schon unter dem Baum bereit.
Danke für den Cache, GPSnini

peancomi häschä faschte bitzeli hemmige zum laufe i diese schöni höchi grase. aber wenn owner schribe, ische gute – gosche peancomi go sueche die cäschä. mit die loggä ische alles gute gange und of die rückwege peancomi no schnabuliere ei paar chriesi! danke lonely loon för die cäschä und die roti chriesi.

Auch uns war die Sache etwas unheimlich… also schnell hin ,aber dann auch ganz schnell wieder weg.Die Leiter stand auch noch am Kirschbaum…soll ich????NEIN!!!
Danke für den gewagten!!!
Gruß Dackelchen12

Nachdem wir uns im Kreis gedreht und weiträumig ums Cache gelatscht sind, holte ich dann doch noch den Kompass raus…und so konnten wir dann das Cache auch schnell ausmachen. Eigentlich hatten wir vor, einige Kirschen zu pflücken, da ja im Listening die Erlaubnis dazu steht…da jemand am Heu kehren war(die Ownerin???), wagten wir uns aber doch nicht…hol ich mir morgen im Migros ganz offiziell welche. Trotzdem danke fürs Angebot

Cache gefunden und ohne Kirschen abgezogen.

Auf der kleinen Runde von heute war dies unser erster Cache. Dank der Beschreibung wa es kein Problem, die Dose zu lokalisieren und zu heben. Geloggt, wieder versteckt und weiter gings…

Danke für den Cache und einen herzlichen Gruss an den Owner, den wir auch noch kennenlernen durften. Und danke für die Kirschen

Heute mit Papa 4stämmbis diesem Cache einen Besuch gemacht. Leider hat es keine Kirschen mehr, da für etwas saure Brombeeren.

Wir getrauten uns fast nicht, durch das schon wieder schön gewachsene Gras zu laufen… irgendwie ungewohnt doch das Gläsli fanden wir dann fix.
Leider hatte es keine Kirschen und für die Zwetschgen wars noch etwas früh…

Danke für diesen Cache. So auf offenem Gelände loggen ist immer spannend. Insbesondere wenn dieser eingezäunt und von Suggeli auf der anderen Strassenseite bewacht wird… :-)

Mit schlechtem Gewissen durch das hohe Grass gewatschält und geloggt. Vielen Dank

Nach dem veröffentlichen von meinem neuen Cache “Im Wald – Die Hüttenbauer” hatten Oliver und ich noch etwas Zeit um diesem Cache einen Besuch abzustatten. Oliver hatte mehr freude an den nahen Gänsen und Hühner als am eigentlichen Cache, aber er ist hoffentlich mit seinen 22 Monaten entschuldigt .
Danke an Lonely Loon für die Dose im Grünen…

auch wir haben uns kaum getraut die wiese zu betreten. aber der owner war schon da in seiner Hängematte und hat uns freundlich begrüsst. Alleine mit hohem Gras wären wir wahrscheinlich aber wieder weiter gezogen. Danke und Gruess

Wenn das Gras gemäht ist, sind die Kühe weg, dafür ruft von weitem der Owner aus der Hängematte, suecheder de cäsch?
Dank und Gruss
falu-röd

Auch wir trauten uns fast nicht ans richtige Plätzchen zu gelangen Die Kühe waren in einer andern Wiese, die Hängematte unbenutzt, doch wussten wir so, dass wir auf dem richtigen Weg waren Ein Griff und die Box konnte schnell geloggt werden

Gut haben wir die Vorloggs ein bisschen gelesen, denn sonst wären wir wohl kaum den richtigen “Weg” gelaufen
Schnell gefunden, wieder versteckt, bei den Seilen der Hängematte noch mal umhergeschaut, und als wir niemand sichteten, sofort wieder aus dem Staub gemacht

Bei Regenwetter den Schatz unter Beobachtung von Jungtieren zügig gefunden. DfdC.

Diesen doch ziemlich abgelegenen Cache habe ich heute angesteuert. Auch vor Ort war es ziemlich einsam: Im dichten Nebel schritt ich die letzten 50 m über die Wiese und landete beim Cache, bestaunt von 2 Rindern.

Viele geladene Viehzäune waren zu überwinden, um zu dem feinen Versteck zu gelangen…

Stinkt nach Guelle!

Musste zuerst nochmals die Koordinaten checken, denn ich konnte erst gar nicht glauben, dass ich hier richtig bin.

Heute war es kein Problem zum Cache zu kommen.Wie geht das wohl im Sommer wenn es hohes Gras hat?
Gruss und danke Intruder48

Also Cacher, die ihr das lest: Kommt nach Oberheimen!

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Bilder aus Oberheimen

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Nebeltage

Nach einem wunderschönen Frühling, einem wunderschönen Sommer und einem wunderschönen Herbst – ja, das habe ich noch nie erlebt, in meinem ganzen Leben noch nicht – bescherte uns das Wetter vorletzte Woche dicksten Nebel. Für etwa zehn Tage sassen wir buchstäblich in der Suppe. Der Blick auf die benachbarten Häuser war verschwommen, die Strassen waren nass, es tropfte von den Bäumen. Der Nebel waberte in unsere Scheune hinein und sammelte sich zu regelrechten Pfützen. Auch als echter Fan von Oberheimen musste ich zugeben, dass es tatsächlich nicht mehr sehr schön war, hier zu wohnen.

Und doch, wir hatten unsere Glücksmomente. Erstens einmal war es einfach unbeschreiblich ruhig hier oben. Der Nebel mummte nicht nur Menschen und Bauten in eine dicke graue Watteschicht, sondern verschluckte auch jedes Geräusch. Als wir uns dann eines Abends aufmachten, diese Stille auf einem Spaziergang ganz bewusst zu geniessen, kamen wir zudem in den Genuss eines unglaublichen Schauspiels. Der Nebel lag anfangs so dicht und bodennah, dass man gerade mal Baumspitzen und ein paar Hügel ausmachen konnte. Wir vergleichen die Landschaft dann jeweils mit den Landschaften in Herr der Ringe: unberührt, geheimnisvoll, mystisch. Dann jedoch zog sich der Nebel in die Ebene von Lenggenwil, Zuckenriet und Zuzwil zurück und nach und nach tauchten zuerst das Hotel Nollen, die Häuser in Hosenruck und schliesslich auch Oberheimen aus den Nebelschwaden auf.

Ein bisschen geben diese Fotos das spektakuläre Naturerlebnis wieder.
Jetzt ist hier gerade die Sonne aufgegangen. Der Nebel reicht bis in die Leutenegg.

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Vom Weinstock

An der Morgensonnenseite des Hauses wächst ein Weinstock. Ich nenne das Gewächs extra nicht Traube, weil die “Katzensaicherli” echt nicht die besten Tafeltrauben sind. Der Essgenuss ist ziemlich eingeschränkt, weil sie eine so zähe Haut haben. Zudem sieht sie bei einzelnen Beeren lederig braun aus. Aber alle Trauben den hunderten Staren überlassen, wollte ich nun auch wieder nicht.

Ein Entsafter schien mir schon letztes Jahr die Lösung des Problems, so dass ich bei jedem Besuch im Bocki eine Suchtour nach selbigem startete. Bis jetzt erfolglos. Langsam drängte die Zeit, aber gestern nun wurde ich fündig und erstand mir ein nigelnagel neues Gerät zum halben Preis. Nach 20 Litern Traubensaft ist das Ding schon amortisiert. Und es glänzt so wunderbar.

Also nichts wie los: Trauben ernten, waschen ins dafür vorgesehene Gitter legen. In die unterste Pfanne kommt Wasser, dessen Dampf dann die Beeren zum Platzen bringt. Der Saft tropft in die mittlere Schale, von wo ich sie mit einem Schläuchlein ablassen kann. Den Saft koche ich nochmals auf und fülle ihn heiss in sauber ausgespülte Glasflaschen. Nein, Wein machen wir keinen, das muten wir uns erstens nicht zu und zweitens vermehrt sich der Wein in unserem Keller sowieso von selbst.

Aber jetzt zurück in die Saftküche.

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Apfelsegen

Noch immer haben wir Gravensteiner, Boskoop, Glockenäpfel und andere Sorten, von denen ich den Namen nicht weiss. Das Apfelbäumchen, das Andreas und ich auf unsere Hochzeit geschenkt bekommen haben, trägt übrigens ganz viele Früchte. Wohin aber mit den Äpfeln? Die Mosterei ist eine Option, jedoch ist heute kein Abgabetag in der Landi. Apfelmus habe ich schon eingemacht. Stöbern durch mein “Haltbarmachen”Kochbuch bringt mich zu diesem Rezept, das ich vor Jahren schon ausprobiert und für sehr gut befunden habe. Apfelchutney passt gut zu Geschwellten und Käse oder zu Raclette. Bei letzterem sind sie eine gaumenfreudige (eine spontane Wortschöpfung) Ergänzung zu den Essiggurken und Maiskölbchen.

Apfelchutney

150 g Rosinen
1/8 l Obstessig
1 kg Äpfel
200 g Zwiebeln
1/4 l Obstessig
1/2 TL Salz
1 TL Koriander
1 EL Senfkörner
2 TL gemahlenen Ingwer

1. Die Rosinen knapp bedeckt in dem Essig für etw 1 bis 2 Stunden einweichen.
2. Die Äpfel schälern, das Kerngehäuse entfernen und in feine Schnitzchen schneiden.
3. Die Zwiebeon schälen und fein hacken
4. Die Apfelschnitze zusammen mit den Zwiebeln und dem Essig etwa 10 Minuten weich dünsten.
5. Dann die Rosinen und die Gewürze hinzufügen und unter gelegentlichem Umrühren bei mässiger Hitze weiterkochen, bis das Chutney dicklich wird.
6. Dann in Schraubgläser füllen, fest verschliessen und kühl aufbewahren.

Obwohl das Rezept ja nicht kompliziert tönt und kaum zeitaufwendig sein dürfte, bleibt mir leider heute keine Zeit für Küchenkünste. Wir fliegen nämlich übers Wochenende nach Stockholm, Besuch bei Bruder und Schwägerin. Mehr von den beiden gibts hier.

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Wer findet ihn?

Wir werden dieser Tage mit dem schönsten Wetter belohnt. Fast scheint es, als sollten die Zuhausegebliebenen für das regnerische Sommerferienwetter entschädigt werden. Ich bin sicher, diese Jahreshalfte von April bis Oktober behält hier niemand in schlechter Erinnerung. Item, die noch immer fast sommerlichen Temperaturen laden zu Spaziergängen ein, seis des reinen Spazieren wegen, der Sonne und des Gemütes wegen, seis der Pilze oder Beeren wegen oder welche Gründe auch immer jemanden ins Freie locken. Jagd vielleicht? Am Freitag war ich auf der Suche nach Rot und bin tatsächlich fündig geworden. Überwältigend war die Ausbeute jedoch nicht. Dafür musste ich an meine Zeichenlehrerin denken, die uns den Quantitätskontrast näher brachte. Mir ist einmal mehr bewusst geworden, dass es in einer grünen Fläche nur ganz wenig Rot braucht, um die beiden Farben gleichwertig zu werden, weil Rot so viel intensiver ist als grün.

Zur Zeit leuchten nicht nur Beeren rot. Es finden sich auch rote Äste des Hartriegels, dunkelrote Blätter der Brombeeren und Birnbäume. Ich wollte jedoch leuchtendes Rot mit nach Hause nehmen. Hier die Beeren des Weissdorns.

Beeren des Gemeinen Schneeballs, beliebtes Vogelfutter, deshalb waren meistens nur noch die beerenlosen Rispen übrig.

Statt Pilze habe ich dafür unverhofft diesen Mäusebussard gefunden. Wer weiss, wo genau er auf dem Baumstrunk sitzt? Wer weiss, wer der Kettensägenkünster ist? Antworten werden belohnt. :-)

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Erntesegen

Herbst ist wundervoll. Wir leben getreu dem Motto: Sie sähen nicht und ernten doch. Dabei muss ich jedoch einen Zusatz vermerken: Wenn wir genug Zeit haben. Denn nicht immer passt die Freizeit zur Apfelannahme in der Landi. Da bleiben die Äpfel halt liegen, weil einfach keine Energie mehr da ist. Nur schmerzt es mich, die Äpfel verfaulen zu lassen, statt Most daraus zu pressen, den ich nun halt im Laden kaufen werde. Ja, vergangene Woche musste ich Überstunden leisten und habe viel verdient. Ich kann mir den Möhlmost leisten, aber das dünkt mich einfach pervers.

Obwohl unsere Ernte buchstäblich vom Himmel fällt, ohne Anstrengung und Kosten unsererseits, braucht das Auflesen von der Vorbereitung bis zum Abschluss gut und gerne zwei Stunden. Für ein Kilogramm gewöhnliches Mostobst, und dazu gehören unsere Boskoop, Glockenäpfel, Gravensteiner und Sauergrauech, gibts etwa 20 Rappen. Kommt dazu, dass die Wage auf 10 Kilogramm genau wägen kann, natürlich zur Ungunst des Kunden. Nein, von unserer Farmarbeit können wir nicht leben. Und trotzdem erwächst mir daraus die tiefste Zufriedenheit. Herbst ist wunderbar. Und ich muss es nochmals sagen: Herbst ist wunderbar.

Und dann liegen da noch tausend Nüsse im hohen Gras. Ein kleinster Teil ist aufgesammelt und soll an der warmen Herbstsonne noch ein Weilchen trocknen, bis ich daraus feine Brownies und andere Leckereien backen kann. Aber zuerst müssen dann die Nüsse noch geknackt werden, gell. Ja, wir merken’s, ein Haufen Handarbeit steckt in einem Guetzli, das dann so schnell gegessen ist. Nur der Genuss, den macht keine Edelpatisserie wett.

Hab ich schon gesagt, dass noch etwa 1 Million Nüsse am Baum hängen, von denen beim nächsten Wind wieder tausend runter fallen? Habe ich schon gesagt, dass nur ich Baumnüsse esse in diesem Haus? Wer gerne welche hat, kann gerne welche haben, muss sie nur selber zusammen lesen. Also, bis bald unterm Nussbaum in Oberheimen. Nach dem Nüsseauflesen gibt’s Tee oder Kaffee.

Hab ich schon gesagt, dass es zu Hause so schön ist, dass ich gar nicht zur Arbeit fahren will?

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